Die Arbeit untersucht, wie familiäres Sozial- und Kulturkapital von migrantischen Familien im deutschen Bildungssystem an Wert verlieren kann und welche Folgen dies für die Bildungschancen ihrer Kinder hat. Zunächst werden zentrale Begriffe aus Pierre Bourdieus Kapitaltheorie wie kulturelles und soziales Kapital, Habitus und Feld erklärt. Anschließend wird Migration als Wechsel in ein neues soziales Feld betrachtet.
Darauf aufbauend geht die Arbeit auf verschiedene Mechanismen im deutschen Bildungssystem ein, darunter die starke Ausrichtung auf die deutsche Sprache, die frühe schulische Selektion und bestimmte gesellschaftliche Erwartungen an Schüler*innen und Familien. Ergänzend wird das Konzept der institutionellen Diskriminierung herangezogen.
Im weiteren Verlauf wird untersucht, wie sich diese Prozesse auf familiäre Unterstützung, soziale Ungleichheit und den schulischen Erfolg von Kindern mit Migrationshintergrund auswirken. Abschließend werden die Ergebnisse zusammengeführt und Konsequenzen für die Soziale Arbeit aufgezeigt.