"No Sports", soll Englands berühmter Premierminister Winston Churchill gesagt haben, als er nach dem Grund für sein langes Leben gefragt wurde. Vielleicht zog er danach genüsslich an einer Zigarre.
Gelassen bleiben, tief durchatmen, Puls senken, Brust raus, aufrecht sitzen! Nein, lassen Sie sich nichts vorschreiben. Jeden Tag kommt ein Sportexperte oder jemand, der Expertise vorgibt, mit einem neuen Rat um die Ecke. Entscheiden Sie selbst, was für Sie gut ist - und was nicht passt. Die Sportart zum Beispiel? Vielleicht sind Sie gar kein Ausdauermensch. Vielleicht schlummert ein Kraftpaket in Ihnen, das mal ausbrechen möchte. Lässt sich herausfinden - schon bei der Lektüre dieser Ausgabe. Genauso wie das Maß für eine gesunde Freude an Bewegung. Die vergleichsweise junge Sportwissenschaft räumt inzwischen mit einigen Mythen auf. Dazu gehört die Mär, der Quälfaktor bestimme die Qualität der Bewegung - und das Ergebnis. Mehr kann weniger ergeben. Das gilt auch für den Minicomputer am Handgelenk, solange dessen Datentransfer als reine Lehre betrachtet wird, der geneigte Sportler vor lauter Wissbegierde sein (Körper-) Gefühl ignoriert. Herz und Hirn sollten zusammenspielen. Dann wird schnell deutlich, warum der KI-Trainer hilfreich sein kann und was ihm fehlt im Vergleich zum Coach aus Fleisch und Blut. Und wieso Wasser beim Sport in der Hitze giftig sein, alles zunichte machen kann, so wie Alkohol nach dem Training. Wir bieten in 17 Beiträgen viele Antworten zu wesentlichen Fragen. Und hier eine Replik auf das nie belegte Churchill-Zitat: "Mit Sport", erzählte der Nestor der deutschen Sportmedizin, Professor Wildor Hollmann, Studenten der Deutschen Sporthochschule in den achtziger Jahren, "hätte Sir Winston die letzten Jahre (bis ins zehnte Lebensjahrzehnt) nicht im Rollstuhl verbracht."