Jahrhundertelang wurde der Mensch auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes als eine untrennbare Einheit von Geist und Körper gedacht. Doch diese Einheit wird in der atheistischen Ideologie des Transhumanismus aufgelöst und lediglich als Dualismus gedacht, als Aufspaltung von Geist und Körper. Der Mensch wird nicht mehr als der Natur verpflichtet definiert - er wird nur noch als ein "denaturierter Mensch" angesehen, der aus einer Sache, aus einem Rechtsobjekt, besteht, die als Körper bezeichnet wird, und aus dem Rechtssubjekt, dem Geist, erklärt. Hieraus folgt, dass nur dem Geist Rechte, vor allem Menschenrechte, zustehen sollen, der Körper hingegen wird als rechtlos angesehen. Dieses Menschenbild hat für das Wertesystem Konsequenzen, die Lothar C. Rilinger aufzeigt.