Charlotte von Ahlefeld, eine der faszinierendsten Schriftstellerinnen ihrer Zeit, erzählt in diesem autobiographischen Roman die Geschichte einer Frau, die sich den Konventionen des frühen 19. Jahrhunderts widersetzt. In einer Epoche, in der das Leben adliger Frauen von starren Regeln und gesellschaftlichen Erwartungen bestimmt wird, wagt sie den Ausbruch.
Nach Jahren in einer unglücklichen Ehe und den Zwängen des Hoflebens entscheidet sich die Protagonistin für einen radikalen Schritt: Sie verlässt die vermeintliche Sicherheit ihres Standes und begibt sich auf ein unstetes Wanderleben. Was folgt, ist eine Reise durch Europa - geografisch wie seelisch. Sie begegnet Künstlern und Denkern, erlebt Armut und Inspiration, findet in der Literatur ihre Stimme und in der Unabhängigkeit ihre Bestimmung.
Doch Freiheit hat ihren Preis: Gesellschaftliche Ächtung, finanzielle Not und die ständige Zerrissenheit zwischen dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit und dem unstillbaren Drang nach Selbstbestimmung begleiten ihren Weg.
Ein bewegendes Zeugnis weiblicher Emanzipation, das zeigt, wie eine Frau im Zeitalter der Romantik ihren eigenen Weg bahnte - gegen alle Widerstände.