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Abdellah Taïa (* 1973 in Salé) ist ein offen homosexuell lebender marokkanischer Schriftsteller, Journalist und Filmemacher. Nach seinem Literaturstudium an der Universität Mohammed V. in Rabat zog er 1998 nach Paris, wo er seine literarische Karriere startete. Er hat bisher elf Romane veröffentlicht, von denen bislang nur einer ins Deutsche übersetzt wurde: Der Tag des Königs (2010), erschienen 2011 bei Suhrkamp. 2013 drehte er seinen ersten Spielfilm, L'armée du salut, basierend auf seinem gleichnamigen Roman. 2024 kam Cabo Negro ins Kino, 2025 präsentierte er bei den Filmfestspielen in Locarno den Kurzfilm Cairo Streets. Taïas Werke beschäftigen sich mit Themen wie Identität, Migration und Sexualität und spiegeln seine eigenen Erfahrungen als Homosexueller in einer konservativen Gesellschaft wider. Durch seine offene Haltung und seine literarische Stimme gilt er als ein wichtiger Vertreter der zeitgenössischen frankofonen Literatur Nordafrikas. Derzeit lebt er in Paris.
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