Studienarbeit aus dem Jahr 2022 im Fachbereich Umweltwissenschaften - Nachhaltigkeit, Note: 1,0, Hochschule Bochum (Wirtschaftswissenschaft), Veranstaltung: Nachhaltige Entwicklung, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Carbon Capture and Storage (CCS) Technologie, einer Methode zur Abscheidung, dem Transport und der dauerhaften Speicherung von Kohlendioxid (CO2), um die Treibhausgasemissionen signifikant zu reduzieren. Im Fokus steht dabei die geologische CO2-Speicherung - insbesondere in salinen Aquiferen - sowie die damit verbundenen Umweltrisiken und deren Bewertung im Verhältnis zum potenziellen Klimanutzen.
Ausgangspunkt der Untersuchung ist die wachsende Dringlichkeit, den Klimawandel einzudämmen. Die globale Erwärmung, ausgelöst durch anthropogene CO2-Emissionen, erfordert neue technologische Lösungsansätze, um die im Pariser Klimaabkommen festgelegten Ziele zu erreichen. CCS wird hierbei als mögliche Brückentechnologie betrachtet, die den Übergang zu einer emissionsarmen Energiewirtschaft erleichtern kann.
Die Arbeit gliedert sich in mehrere Abschnitte: Nach einer Einführung in die Problematik des Klimawandels und einer technischen Beschreibung der CCS-Technologie, wird ausführlich auf die geologischen Voraussetzungen und Prozesse der CO2-Speicherung eingegangen. Der Hauptteil der Arbeit analysiert die potenziellen Umweltrisiken wie Leckagen, chemische Reaktionen im Untergrund, mögliche Grundwasserkontaminationen sowie seismische Aktivitäten. Diese Risiken werden anhand wissenschaftlicher Quellen erläutert und durch Szenarien der Risikoanalyse ergänzt.
Dem gegenübergestellt wird der potenzielle Nutzen für das Klima, der durch die langfristige Speicherung großer Mengen CO2 erreicht werden könnte. Besonders hervorgehoben wird, dass bei einer Leckagerate von unter 0,01 % jährlich ein Großteil des gespeicherten CO2 auch nach tausend Jahren noch sicher deponiert wäre.
Im Fazit wird deutlich, dass CCS-Technologien zwar keine endgültige Lösung darstellen, jedoch als ergänzende Maßnahme sinnvoll sein können - vorausgesetzt, dass eine sorgfältige Standortwahl, kontinuierliche Überwachung und strenge Regulierungen gewährleistet sind. Die Arbeit plädiert für mehr Forschung, insbesondere hinsichtlich des Langzeitverhaltens von CO2 im Untergrund, und stellt CCS als eine Option im Gesamtkontext eines nachhaltigen Klimaschutzes dar.