Der Schweizer Künstler HR Giger (1940-2014) wurde vor allem durch die Gestaltung des Weltraummonsters für Ridley Scotts Scifi-Horrorfilm Alien (1979) berühmt, für das er mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Das Alien ist zweifellos der Star aus Gigers umfangreichem Arsenal biomechanischer Geschöpfe, doch nur eines von vielen Zwitterwesen aus Mensch und Maschine, mit denen Giger unsere Albträume bevölkerte, Kreaturen von eindringlicher Kraft, schrecklicher Schönheit, morbid-erotischer Drastik und surrealer Fantastik. Giger schuf eine völlig eigenständige Bildwelt und verlieh den kollektiven Ängsten seiner Epoche Ausdruck: Angst vor dem Atomkrieg, vor Überbevölkerung und knappen Rohstoffen und einer Zukunft, in der das Überleben unserer Körper von Maschinen abhängen wird.
Dieser Band erzählt anhand autobiografischer Texte und einer Fülle exzellent-schauriger Abbildungen Gigers Lebensgeschichte und gibt Einblick in ein überaus facettenreiches Werk. Er zeigt Gigers Skulpturen, Interieurs, Zeichnungen, Gemälde und Plattencover, seine ausgefeilten Setdesigns für Filme wie Species, AlienoderDune, das einzigartige Giger-Museum und die fantastische, ganz von Giger designte Bar in der Kleinstadt Gruyères in der französischen Schweiz. Das Vorwort schrieb Gigers Freund Timothy Leary.
Von surrealistischen Traumlandschaften bis zu Album-Covern und Film-Design
Bereits während der letzten drei Jahrzehnte galt H.R. Giger als einer der führenden Exponenten der Phantastischen Kunst. Der 1940 im schweizerischen Chur geborene Künstler studierte Architektur und Industriedesign an der Hochschule für Angewandte Kunst in Zürich (1962-1970), fand jedoch bald schon als freier Künstler Beachtung: Seine Arbeiten umfassten mit Spritzpistole und Schablonen geschaffene surrealistische Traumlandschaften, Cover-Entwürfe für Alben berühmter Pop-Stars und Skulpturen.
Darüber hinaus gestaltete der vielseitige Künstler zwei Bars, eine in Tokio und eine in Chur, und arbeitete an verschiedenen Filmprojekten. Seine Gestaltung des Set-Designs und der Hauptfigur in Ridley Scotts Film Alien brachte ihm nicht nur internationalen Ruhm, sondern auch einen Oscar (1980) für die besten visuellen Effekte ein.
"Je berühmter ich werde, desto mehr Toleranz wird mir entgegengebracht, auch wenn es nicht immer ohne Kopfschütteln abgeht." H.R. Giger
"Eine aufwühlend schöne Hommage an das albtraumhafte Werk von H.R. Giger."