Fünfzehn Jahre vor seinem Tod im November 1680 prophezeite der Architekt und Bildhauer Gianlorenzo Bernini: "(") Mein Ruhm steht und fällt mit meinem Stern, der mir auf Lebenszeit eine gewisse Achtung sichert. Sobald ich tot bin, hört diese Aszendenz auf. Dann wird mein Ansehen sinken oder gar plötzlich ins Gegenteil umschlagen."1Er sprach von dem Stern, der seit seiner Kindheit am Firmament der römischen und bald auch der gesamten europäischen Kunstepoche des Barock hell aufgestiegen war. Nicht zuletzt ein Grund für diesen Erfolg dürfte wohl Berninis "revolutionäre Gesinnung"2gewesen sein, die ihm im Jahr 1932 Wolfgang Stechow bescheinigte.