Das Sakramentar des Bischofs Drogo von Metz gilt als eines der großartigsten und schönsten Werke seiner Zeit, des neunten Jahrhunderts nach Christus. Es ist das älteste Prachtsakramentar und Meßbuch, das aus der hochkarolingischen Zeit für die Nachwelt erhalten geblieben ist " aber nicht allein deshalb verdient es nähere Betrachtung, wie die folgenden Untersuchungen zeigen werden. Diese Arbeit stützt sich in Bezug auf die Literatur hauptsächlich auf das in der Handschriftensammlung der Universität Würzburg aufbewahrte Faksimile des Drogo-Sakramentars. Es beinhaltet einen von Florentine Mütherich herausgegebenen ausführlichen Kommentar des Kunsthistorikers Wilhelm Köhler, der seinem Buch "Die Karolingischen Miniaturen" entnommen und durch die Herausgeberin teilweise gekürzt bzw. ergänzt worden ist. Arbeiten von Florentine Mütherich, Jürgen Gutbrod und Willibald Sauerländer2 leisteten neben dem Faksimile v.a. bei der Betrachtung der Initialen einen großen Beitrag. Zur Untersuchung von Herkunft und Ausstattung boten sich Texte von Jean Hubert und Wolfgang Braunfels an. Bei der Klärung von Definitionsfragen halfen die Bücher von Christine Jakobi-Mirwald; die übrige verwendete Literatur soll hier nicht explizit aufgeführt werden.