Junge Sozialarbeitswissenschaft zeichnet ein ungewöhnliches Bild. Der S- melband skizziert eine in der hochschulischen Bildungslandschaft einmalige Situation, nämlich die knappe Periode der sozialarbeiterischen Diplomstudi- gänge in Österreich bzw. Vorarlberg. Denn die sozialarbeiterische Berufsausb- dung fand in Österreich erst ab 2001 auf Hochschulniveau statt, und nur für - nen kurzen Zeitraum etablierten sich Diplomstudiengänge an Österreichs Fa- hochschulen. Das Diplomstudium wurde jedoch rasch von der europäischen Entwicklung überholt und auf das Bologna-System (Bachelor- und Masters- dien) umgestellt. In Vorarlberg währte die Diplomphase zwischen 2002 und 2010. Im Wintersemester 2007 führte die FH Vorarlberg (FHV) das Bac- lorstudium Soziale Arbeit ein, dem im Wintersemester 2010 das konsekutive Masterstudium folgt. Parallel hierzu baute sie den sozialarbeiterischen Dipl- studiengang sukzessive ab. Diese historisch einmalige Situation bietet Anlass, ein Kaleidoskop hera- ragender sozialarbeiterischer Diplomarbeiten darzustellen. Michael Himmer und Frederic Fredersdorf skizzieren vorab aus Sicht der sozialarbeiterischen Studi- gangsleitung in einem einführenden Aufsatz die Entwicklung sozialarbeiterischer Studiengänge in Österreich und Vorarlberg mit Blick auf das aktuelle Bachel- und Master-System. Erika Geser-Engleitner schildert anschließend aus Sicht einer erfahrenen Diplombetreuerin, welche Anforderungen das Vorhaben, eine Diplomarbeit zu verfassen, an Betreuende und Diplomierende stellt. Im Hauptteil stellen insgesamt elf Magistra/Magister FH der Sozialarbeit Kurzfassungen ihrer Diplomarbeiten vor, die sie zwischen 2006 und 2009 an der Fachhochschu- 1 le Vorarlberg angefertigt haben. Jeder Aufsatz erläutert auf etwa zehn Seiten die in der Diplomarbeit abgehandelte soziale Problemstellung, das erkenntnisleitende Interesse und die Ziele der Arbeit, die sozialarbeitswissenschaftliche Theoriebasis der Arbeit sowie re- vante wissenschaftliche Erkenntnisse mit Bezug zur Problemstellung,
Die sozialarbeiterische Berufsausbildung wurde in Österreich erst ab dem Jahr 2001 auf Hochschulniveau gehoben. Für eine kurze Periode etablierten sich Diplomstudiengänge an Österreichs Fachhochschulen, sie wurden jedoch alsbald auf das Bologna-System (Bachelor- und Masterstudien) umgestellt. Inwiefern junge SozialarbeiterInnen mit ihrer Diplomarbeit eine Grundlage für evidenzbasierte Soziale Arbeit - und damit für ihre weitere praktische wie wissenschaftliche Tätigkeit - legen konnten, zeigt dieser Band. Im Hauptteil stellen Magistra und Magister FH der Sozialarbeit Kurzfassungen ihrer Diplomarbeiten vor, die sie zwischen 2006 und 2009 an der Fachhochschule Vorarlberg angefertigt haben. Die AutorInnen spannen dabei einen breiten Bogen über relevante Handlungsfelder der Sozialen Arbeit. Das Buch richtet sich an Dozierende und Studierende der Sozialen Arbeit und Sozialwissenschaften.